babelli - der Eltern-Podcast

Von Anfang an dabei

Der Podcast für Schwangere & Eltern mit Kindern

Transkript

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00:00:00: Hallo, ich bin Emi und ihr hört den Babeli-Podcast.

00:00:04: Wie kann ich mein Kind zu Hause gut in seiner Sprachentwicklung begleiten?

00:00:08: Welche einfachen Ideen lassen sich in den Alltag integrieren – ganz ohne Druck aber mit viel Wirkung!

00:00:15: Ich gehe heute nochmals mit der Logopäden Wiebke Schommaker ins Gespräch und wir gucken uns verschiedene Aspekte an unter anderem warum positive Emotionen eine entscheidende Rolle beim Sprechenlernen spielen Und weshalb wir als Erwachsene manchmal bewusst stille Aushalten und abwarten müssen, damit Kinder überhaupt die Chance bekommen selbst ins Sprechen zu kommen.

00:00:40: Jetzt starten wir aber auch gleich rein!

00:00:43: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören!

00:00:56: Hallo!

00:00:58: Schön, dass du wieder da bist.

00:01:00: Wir haben uns ja schon über die Sprachentwicklung bei Kindern und Kleinkindern Babys unterhalten und wollen jetzt heute mal gucken wie ist das eigentlich im Alltag?

00:01:10: Wie können wir unsere Kinder im Alltag spielerisch unterstützen?

00:01:16: Spielerische ist ein ganz gutes Wort weil es gibt ja so viele Möglichkeiten das auch in unseren Alltag mit zu integrieren.

00:01:23: Aber wann sollten denn Eltern ihre bei der Sprachentwicklung unterstützen?

00:01:28: und ich betone das aktiv jetzt, weil wir sie ja grundsätzlich immer unterstützen wenn wir mit ihnen reden.

00:01:35: Oder?

00:01:36: Ganz genau richtig!

00:01:37: Also viele Eltern machen das sowieso so intuitiv dass sie mit ihrem Baby schon von Anfang an sprechen und das ist auch genau richtig so und es tatsächlich die beste Sprachförderung, die man machen kann Also das, was man aus dem Bau heraus sowieso mit Babys machen würde und so nach hohen Stimmen sprechen.

00:01:55: Mit vielen Wiederholungen mit einer besonderen Betonung – das nennt sich Baby Talk!

00:02:00: Und das ist die beste Sprachförderung.

00:02:02: Kinder, Babys lieben das, sie lieben diese hohe Stimmen.

00:02:05: Und Studien haben tatsächlich gezeigt dass Kinder dann besonders gut zuhören und Spracher besonders gut verarbeiten können.

00:02:12: Also keine Hemmungen, keine Scheu.

00:02:15: Man kann da wirklich nach Herzenslust albern sein und mit Sprache spielen mit dem Baby.

00:02:19: Hauptsache es ist Kommunikation das Baby hat Spaß man selber hat Spaß dabei.

00:02:24: also dass ist so am Anfang die beste Sprachförderung die man machen

00:02:28: kann.

00:02:29: Ich musste gerade ein bisschen schmunzeln als du gesagt hast hohe Stimme.

00:02:32: dann habe ich natürlich zum einen an die Stimme vom Papa gedacht die vielleicht eher tief ist und zum anderen musste ich an die ganzen Kinderlieder denken Gerade die Schlaflieder, durch die Einschlaflieder sind ja alle sehr hoch.

00:02:47: Und das ist ja schon sehr schlaffördernd.

00:02:49: und da habe ich mich immer gefragt warum sind die eigentlich alle in diesen hohen Noten?

00:02:53: Aber vielleicht gerade deshalb oder vielleicht ist es mit einem Grund den man damit anführen kann

00:02:59: Ja, das kann tatsächlich sein.

00:03:01: Richtig!

00:03:01: Dass dann Babys genau hingucken und Veta können natürlich genauso in so einer hohen Tonlage sprechen und sich da... Also das lieben Babys genauso wenn Veta da schickern und Spaß haben mit Sprache und ja so erste Gespräche mit Babys führen.

00:03:19: Jetzt hast du schon gesagt ein bisschen Babysprache ist das sinnvoll?

00:03:23: Babys anders zu sprechen, als wir es vielleicht mit Kindern machen würden.

00:03:27: Also wir machen ja oft daschen hinten dran, ja?

00:03:30: Zeig mal deine Händchen!

00:03:32: Geh mal zum Tischchen!

00:03:34: Hol mal deine Schwiechen!

00:03:36: Ist das sinnvoll oder ist das eher nicht so sinnvoll?

00:03:39: Ich würde mir da echt keine Regeln auferlegen.

00:03:42: also... Es ist nicht so sinnvoll in grammatisch falschen Sätzen zu sprechen, dass schon.

00:03:48: also Kinder sollten schon die grammatische richtige Sprache lernen.

00:03:52: Aber wenn man jetzt Spaß daran hat, Schüchen und Tischchen zu sagen, dann kann man das ruhig machen.

00:03:59: Also es ist jetzt nicht sprachschädigend sondern Kinder finden das wahrscheinlich auch ganz witzig und hören ja von verschiedenen Bezugspersonen Spracher Und wenn das jeder ein bisschen anders macht gehört das zu einer sprachreichen Umgebung.

00:04:12: Also es bedeutet Vielfalt ist da wichtig, verschiedene Personen reden verschieden und das ist auch genau gut so.

00:04:18: Und wenn die Oma jetzt alles verniedlichen will dann soll sie's machen.

00:04:22: Hauptsache sie hat Spaß daran mit ihren Enkelkindern zu sprechen und die Kinder haben auch Spaß dran.

00:04:27: Klar mit einem vieljährigen Kind wird man nicht mehr so sprechen aber mit dem Baby kann man da

00:04:33: noch Faxen machen.

00:04:37: Welche Rolle spielen denn Vorlesen, Reime und Lieder bei der Sprachförderung?

00:04:43: Da sind ja Familien auch verschiedener Fieden sag ich mal.

00:04:46: Ja es gibt Familien die singen den ganzen Tag so wie hier bei uns zum Beispiel.

00:04:51: Der Jüngste wird ja jetzt drei das habe ich dir erzählt Und der hat also Ich weiß nicht wie viel Lieder er schon kann aber der singt eigentlich den ganzen tag.

00:05:00: und welche rolle Spielen die dann Bei der sprachentwicklung oder auch Weil mit der Sprachförderung.

00:05:07: Reime und Lieder sind gerade für die jüngeren Kinder totale Sprachschätze.

00:05:12: Das sind ja auch ganz altmodische Sachen eigentlich, ne?

00:05:16: Wir kennen das wahrscheinlich auch aus unserer Kindheit.

00:05:18: Ich kann mich noch erinnern dass meine Mutter immer wieder Wimsewimmse-Spinne ihr vorsingen sollte!

00:05:26: Und dieses Fingerspiel dazu, das kannte ich noch heute und vielleicht haben viele solche Kindheitserinnerungen.

00:05:33: Und das kommt weil kleine Kinder das lieben, wenn Erwachsene ihnen was vorsingen oder diese kleinen Fingerspiele machen.

00:05:40: Da kann man ruhig die altmodischen Fingerspieler aus der Kindheit machen oder sich neue Sachen ausgraben – es gibt da auch ganz tolle, neue Ideen -, aber das ist etwas, was sehr sprachfördernd wirkt.

00:05:52: Das müssen nicht zwanzig Fingerspiele sein, das reicht, wenn man ein, zwei oder drei ... Lieder oder Fingerspiele kennt und die mit den Kindern zusammen singt.

00:06:01: Und ist das dann so, umso öfter ich das wiederhole?

00:06:03: Umso mehr prägt sich das beim Kind ein?

00:06:06: Oder gibt es da eine Regel irgendwie wo man sagt, das macht man vielleicht mal so fünfmal am Tag oder das macht nur einmal im Tag oder gibt's eine Empfehlung?

00:06:14: Wahrscheinlich wird ein Kind, wenn es dieses Lied oder Fingerspiel liebt, es sowieso ständig einfordern.

00:06:21: Ich glaube da kommt man nicht die Idee verlegen hat zu sagen so jetzt ist Fingerspiele Zeit sondern das fordert den Kindern von sich aus und dann macht man das halt so oft wie man selber auch Spaß dran hat und möchte.

00:06:33: Da gibt's jetzt keine Grenze nach oben.

00:06:35: aber so oft viel man Spaß daran hat so würde ich das sagen

00:06:38: Kinder wahrscheinlich den ganzen Tag.

00:06:41: Ja, richtig!

00:06:43: Kinder suchen sich da die Sprachförderung aus, die sie gerade brauchen.

00:06:47: Ist das

00:06:49: so?

00:06:49: Wenn Kinder Spaß daran haben am Liedern an Reimen, Quatschreime sind ja irgendwann ein Thema was dann bei bisschen älteren Kindern kommt bei drei bis vier Jährigen, die es dann lieben, verrückte Reime zu erfinden und dass ist auch genau das Alter wo das dann wichtig ist um eine Bewusstheit für Sprache zu entwickeln.

00:07:08: Ja.

00:07:09: Und du hast das Vorlesen angesprochen?

00:07:11: Das Vorlese wird ja auch immer wieder gesagt, wie wichtig das für die Spracheinwicklung ist und es ist auch so... Ich habe nur beobachtet bei Eltern von sehr kleinen Kindern dass das auch Druck machen kann weil viele Kleinkinder eben noch nicht still da sitzen und zuhören während man zehn Minuten was vorliest sondern die stehen nach fünf Sekunden auf und machen etwas anderes oder wollen immer nur umblättern statt sich jetzt da die Bilder genau anzuschauen.

00:07:38: Und das ist auch jetzt nicht ungewöhnlich.

00:07:42: Kleine Kinder, ein-zweijährige Kinder haben noch eine sehr kleine Konzentrationsspanne und sind da auch sehr unterschiedlich.

00:07:48: Manche Kinder brauchen eher Action und manche lieben es aber auch Bücher anzugucken.

00:07:54: Das ist ja auf meinen Tipp tatsächlich nicht die Texte vorzulesen.

00:07:58: Wenn ich mit kleinen Kindern Sprachförderung mache dann ist es so dass ich mich gar nicht an die Text der Hänge und nicht vorlese sondern dass wir zusammen Bilder anschauen und dass ich auch versuche, den Kind Zeit zu geben.

00:08:11: Viele Eltern machen es dann oft so, dass sie ja in einen Abfrage-Quiz-Modus kommen und fragen, was ist denn das?

00:08:20: Manche Kinder haben auch Spaß daran aber es ist nicht besonders sprachfördernd weil ein Kind nur das reproduziert, was schon kann.

00:08:28: Das ist wie ein Vokabeltraining Und so lernen kleine Kinder eben nicht sprechen, sondern die lernen Sprechen am besten in einem Gespräch.

00:08:36: In einem Hin und Her wo sie selber was sagen.

00:08:39: dann sagt wieder ich was warte ab!

00:08:43: Das ist oft das Schwierigste dass wir Erwachsenensprecher kleine Gesprächspausen nur gewohnt sind.

00:08:50: Eins zwei Sekunden und dann spricht wieder der andere und kleine Sprechanfänger brauchen aber viel viel länger Zeit bis Sie selbst sich überlegt haben.

00:08:58: was sage ich?

00:08:59: wie sage ich das?

00:09:00: Also da ist mein Tipp, viel länger abzuwarten als man das in einem Gespräch mit Erwachsene tun würde.

00:09:06: Wirklich tatsächlich zehn Sekunden fünf bis zehn Sekunde abzu warten und zu gucken kommt da was sagt mein Kind war oder kommuniziert es auf andere Weise zeigt es vielleicht wieder auf etwas und dann darauf einzugehen

00:09:18: Und dass ist lange

00:09:20: also

00:09:20: zehn, fünfzehn Sekunden Das ist schon eine lange Zeit auf jeden Fall.

00:09:26: Ja, das ist ungewohnt.

00:09:27: Die Stille auszuhalten in einem Gespräch ist ungewohnt und das machen wir Erwachsene normalerweise nicht.

00:09:33: Und das hilft aber Kindern dass sie dann selber dann in diese Pause auch etwas sagen

00:09:38: können.

00:09:40: Ja das ist ganz gut, dass du das nochmal sagst.

00:09:42: ich habe die ganze Zeit überlegt wie haben wir das denn jetzt mit dem Klein gemacht?

00:09:46: Wir hatten natürlich dadurch dass es schon ältere Geschwister gibt haben wir so?

00:09:51: Wir haben einen Lexikon.

00:09:53: Es ist ein Kinder- und Jugendlexikon, wo relativ viele Abbildungen drauf sind aus allen möglichen Bereichen – also aus dem Straßenverkehr, aus dem Luftverkehr oder aus dem Tierreich Pflanzen.

00:10:07: Also wirklich alles aus der Küche, Haushalten in allen Bereichen.

00:10:12: Und dann hat sich der Kleine natürlich immer die Seite aufgemacht, die er besonders spannend fand meistens Bagger- und Baustellenfahrzeuge.

00:10:21: Und dann haben wir nicht gefragt, was ist das?

00:10:24: Sondern was siehst du.

00:10:27: Das war auch so eine Frage, dass er seinen Interessen nachgehen konnte und uns immer das benannt hat, was er schon kennt.

00:10:35: Und wir das dann auf diesen bestimmten Seiten um ein zwei Wörter erweitert haben.

00:10:40: oder wir haben die anderen dann auch gesagt und so kamen sich das von ganz alleine.

00:10:45: Nächstes Mal hatte ich nicht nur zwei Würter benannt sondern drei!

00:10:49: Und mittlerweile kennt ihr natürlich mehr Baustellenfahrzeuge als ich.

00:10:52: Das sei auch an dieser Stelle gesagt, das ist auch nicht verwunderlich bei den Kindern weil die saugen das ja auch auf wie so ein Schwamm.

00:11:00: aber das hast du auch gesagt vorlesen in dem Alter eins bis zwei.

00:11:05: Da bleiben wir einfach nicht sitzen.

00:11:07: dann fliegt da nochmal einen Schmetterling oder da ist noch mal eine Blume und da sind sie glaube ich noch bisschen zu aufgeregt auch im Kopf.

00:11:14: Ja, manche Kinder zumindest schon.

00:11:16: Und dann brauchen Eltern sich dann auch keinen Druck machen oder vielmehr den Kindern keinen Druck zu machen.

00:11:21: so jetzt lesen wir aber weil das ja so sprachfördernd ist sondern da gibt es viele andere Möglichkeiten auch.

00:11:27: Jetzt hast du grad schon den Druck angesprochen.

00:11:31: deswegen die Frage nicht wie können deine Eltern ihr Kind auch zum Sprechen motivieren?

00:11:36: Das klingt immer ein bisschen blöd aber können wir vielleicht der Anreize schaffen ohne Druck aufzubauen?

00:11:43: Ja, das mit den Druck ist wirklich so eine Sache.

00:11:45: Ich kann Eltern da total verstehen vor allem wenn sie merken dass ihr Kind noch nicht oder ganz wenig spricht und andere Kinder im gleichen Alter aber schon in ganzen Sätzen sprechen.

00:11:55: dann ist es klar, dass Eltern beginnen so einen inneren Druck auch zu spüren weil der Vergleich einfach da ist Und... Dann denken Eltern Hilfe mein Kind spricht doch nicht.

00:12:06: bin ich schuld?

00:12:07: jetzt muss sich meinem Kind das Sprechen beibringen und dann entsteht natürlich plötzlich Druck und Stress im Elternteil selber.

00:12:15: Und manche Eltern beginnen dann, den Kind einzelne Wörter wie in der Schule beizubringen.

00:12:19: das ist ein Löffel sag mal löffel und so funktioniert aber Sprachentwicklung bei kleinen Kindern nicht.

00:12:27: deshalb ist das wichtigste auf eine Schwerfeld tatsächlich Druck rauszunehmen also diesen inneren Druck den Eltern verspüren weil man diesen Druck auch nicht aufs kind übertragen möchte.

00:12:37: dass Kind lernt schlecht unter Druck.

00:12:41: Wir Erwachsenen lernen auch schlecht unter Druck, aber Kinder die gerade sprechen lernen umso.

00:12:46: Da ist Druck um so ungünstiger und was ich denke was vielen Eltern hilft ist wenn sie wissen wie Sprachentwicklung funktioniert.

00:12:54: also wenn Sie zum Beispiel wissen vor ein Kind ein Wort sprechen kann muss es dieses Wort verstehen können und gespeichert haben.

00:13:02: Sprachverständnis ist also immer zuerst da bevor ein kind ein neues Wort spricht Und dieses Wissen hilft, dass man sich nicht so sehr versteift darauf, das Kind doch was sagen muss.

00:13:13: Sondern ich bin dafür zuständig, meinen Kind viele Wörter anzubieten.

00:13:19: Wenn ein Kind zum Beispiel Auto sagt, also in der einen Wortphase ist, dann kann nicht dieses Gesagte erweitern.

00:13:26: Ja!

00:13:26: Ein rotes Auto.

00:13:27: Das fährt ja schnell.

00:13:30: So bekommt das Kind mein Sprachvorbild und hört neue Wörtern genau in dem Augenblick, in dem es das Auto auch sieht Und so kann es dann dieses neue Wort dann speichern und später auch leichter sprechen lernen.

00:13:42: So kann man ohne Druck fördern!

00:13:44: Also ein Kind kann quasi erst einen Wort aussprechen, wenn ich weiß was das ist.

00:13:50: Wenn ich zum Beispiel zu meinem Kind sage gehe mal zum Stuhl oder geht zum Sturl und setzt dich da rauf... ...und es geht dann zum Stul, dann weiß sie schon mal, aha, es weiß, was ein Stuhlt ist.

00:14:02: Es hat quasi schon die Verbindung im Kopfkanz aber noch nicht aussprechen.

00:14:06: Ganz genau, richtig.

00:14:07: Das ist ja so wie bei uns auch wenn wir eine neue Sprache lernen.

00:14:10: Wir können ein Wort auch nicht sprechen Wenn wir nicht vorher es verstanden haben was das bedeutet und So ist es beim ersten sprachenlernen auch.

00:14:21: Ja wir hatten ja das letzte mal auch über die sprachentwicklung gesprochen Und das ist übrigens eine sehr interessante folge die euch vielleicht wenn ihr sie noch nicht gehört habt nochmal anhören solltet.

00:14:32: Und da hat sich mir noch die Frage gestellt, wie gehe ich dann eigentlich als Eltern damit um?

00:14:37: Wenn ich jetzt zum Beispiel auf dem Spielplatz bin und merke, mein Kind wird von den anderen nicht verstanden vielleicht auch nicht von den andern Kindern.

00:14:46: Was natürlich total frustriert ist für das Kind Wie kann ich denn da als Eltern mir empfing ein gutes Mindset machen, damit es für mich aushaltbar ist?

00:14:57: Das ist ja generell die Frage, wie halte ich es aus?

00:15:00: Wenn mein Kind sich anders entwickelt in manchen Bereichen als andere Kinder.

00:15:04: Wie wichtig ist es mir, dass mein Kind in allen Bereichen ein Überflieger ist oder immer über dem Durchschnitt ist oder mithalten kann?

00:15:15: Diese Frage kann man sich vielleicht stellen aber natürlich – Ich kann das verstehen – leidet man mit seinem Kind mit.

00:15:22: Das ist wahrscheinlich das größere Problem, dass man mitleidet und denkt Wie kann ich bloß meinem Kind helfen?

00:15:29: Es tut mir so leid, dass mein Kind nicht verstanden wird.

00:15:33: Und dann beginnt bei vielen Eltern ein Kopfkino.

00:15:35: was wird wenn man Kind nie richtig sprechen lernen wird.

00:15:39: Was wird in der Schule, wird es Freunde finden, wird das gemobbt werden... Das sind Gedanken die sofort losgehen.

00:15:48: Ein großes Kopfkno und da ist für Eltern wichtig, dass sie sich selbst sagen stopp!

00:15:53: Mein Kind ist in dem und dem Alter, noch kann es nicht zum Beispiel Wörter richtig aussprechen.

00:15:59: Aber es gibt Hilfe dafür und das wird es werden.

00:16:02: Und dann ist es natürlich wichtig dass man da auch logopädische Unterstützung in Anspruch nimmt, dass man zum Kinderarzt geht und schaut woran es liegt.

00:16:10: Das wäre ein nächster Schritt.

00:16:12: aber dass man sich selber erst mal sagt, das sind Gedanken die überhaupt nicht eintreffen müssen.

00:16:18: Das ist jetzt mein persönliches Kopfkino drei oder vier Jahre alt und wird das noch lernen können.

00:16:27: Und deswegen sprechen wir auch über die Ersprachförderideen für zu Hause beziehungsweise, für den Alltag.

00:16:33: welche Tipps?

00:16:34: Hast du denn noch für Eltern, die da vielleicht sagen ich bräuchte nochmal was an der Hand womit ich mein Kind unterstützen kann?

00:16:42: Also für die jüngeren Kinder sind diese ganz einfachen Sprachspiele super sprachfördernd.

00:16:49: Zum Beispiel das Spiel Kukuk, das kennt glaube ich jeder auch und hat es schon immer mit Kleinkindern gespielt, dass man wegguckt hinter seinen Händen, hinter der Müsli-Tüte oder hinter einem Tuch dann abwartet und dann hervorguckt und kukuk sagt Das lieben Kinder... Und warum liegen sie da?

00:17:08: Ja, das hat einen Grund denn Das ist wirklich optimale Sprachförderung, weil Spannung aufgebaut wird und dann ein Wort Kukuk im Vordergrund steht.

00:17:19: Und ganz oft ist es so wenn Kinder noch nicht sprechen und dieses Spiel aber lieben dass sie das ja irgendwann auch einfordern wollen und dann tatsächlich Anfangsurspiel Tutut zu sagen oder irgendwie signalisieren wollen diese Spiel will ich jetzt sprechen also eine Notwendigkeit dieses Spiel zu spielen.

00:17:37: Also das sind super kleine Spiele, da denken Eltern oft naja ob ich das jetzt spiele oder nicht ist ja irgendwie auch egal?

00:17:43: Nein es ist nicht egal!

00:17:45: Das ist tatsächlich Sprachförderung die man ganz leicht nebenbei einbauen kann und wenn es nur eine Minute ist dass man das zwischendurch mal macht.

00:17:53: also das wäre so so ein Tipp kleine einfache Spiele die Kindern Spaß machen einzubauen.

00:18:00: Ein zweiter Tipp sind tatsächlich Gebärden zu nutzen Die Gebärden aus der Gebärdensprache, da gibt es ja auch Kurse dafür wie BabyScience zum Beispiel.

00:18:10: Das ist nicht so dass man seinem Kind eine gesamte Gebärdensprache beibringt sondern einzelne Worte die man sagt mit einer Gebärde unterstützt und diese Gebärder hilft Kindern das sie die Wort Bedeutung und die Bewegung miteinander verbinden und dann sich Wörter viel leichter merken können.

00:18:29: Ist es so?

00:18:29: Und

00:18:30: tatsächlich ist es so.

00:18:31: Ja weil

00:18:32: erstmal klingt es ja komplexer.

00:18:34: Du hast eine Bewegung und hast noch die Sprache dazu.

00:18:37: Das ist ja eigentlich noch ein Step obendrauf zu nur sprachen Anführungszeichen.

00:18:44: Ja, ich würde es eher als Brücke sehen.

00:18:46: Als Brücke zwischen?

00:18:48: Ich verstehe nicht Und ich kann Wörter sagen.

00:18:51: sind die Gebärden eine Brücke dazwischen?

00:18:55: Denn Kindern fällt es viel leichter motorisch eine Bewegung zu machen, wie mehr zum Beispiel.

00:19:01: Da werden dann beide Fingerspitzen zusammengeführt.

00:19:04: Das können Kinder schon sehr, sehr früh machen und die Bedeutung von mehr sagen können sie viel früher als das Wort tatsächlich auszusprechen.

00:19:11: Und gerade Late-Talker also Kinder, die sehr spät erst anfangen zu sprechen denen helfen an einzelne Gebärden dass sie sich überhaupt mitteilen können und dass Sie spüren ich kann mich mitteilen Und jemand hört mir zu und ich kann meine Bedürfnisse irgendwie zeigen.

00:19:28: Ich werde verstanden, ne?

00:19:30: Ja, richtig!

00:19:33: Also Gebärdensprache Sprachspiele.

00:19:37: Prächtig!

00:19:39: Das sind die Sachen, die du noch mit auf den Weg gehen würdest bei mir Dauerbrenner bis heute Hopperbereite Also einfach, weil es natürlich auch noch diesen actionreichen Abschluss gibt.

00:19:55: Ja und du hast der Dreck ja auch gesagt das macht so viel Spaß gerade mit diesem Abschluss und Spaß ist sowieso der Motorschlechtin.

00:20:02: also wenn ein Kind Spaß an diesen Spielen hat ist das ganz wichtig und positive Emotionen hilft uns ja auch beim Lernen und so ist es bei Kindern auch.

00:20:11: man sollte nie anfangen stupide Übungen zu machen, zum Beispiel Flashcards sind so in Mode.

00:20:17: Dass man Bilder zeigt und dann Vivo-Kabeln etwas abfragt.

00:20:20: So was wäre z.B.

00:20:21: nicht sprachfördernd weil es einfach nicht mit Spaß verbunden ist sondern mit Druck?

00:20:26: Sondern genau wie du sagst Hopperbereiter oder andere Kniereiter sind mit Spass verbunden und dann passiert dann Spracheentwicklung ganz nebenbei.

00:20:35: Und es gibt ja jetzt auch so Spiele die sind elektronisch Die mit den Kindern sprechen.

00:20:40: ich glaube Du weißt von welchen ich spreche.

00:20:42: Sind die förderlich oder sind sie eher nicht so förderlig jetzt gerade im Kleinkind-Bereich und auf die Sprache bezogen?

00:20:50: Also wenn du zum Beispiel so Geräte meinst, wo da ein Kind eine Kade reinsteckt.

00:20:54: Und dann wird ein Wort gesprochen und das Kind spricht es nach sowas in der Art Ja... kann man das machen.

00:21:02: und bei Kindern, die keine Verzögerung haben.

00:21:05: Die können da vielleicht auch Spaß mit diesem Gerät haben.

00:21:08: aber wirklich sprachfördernd ist es nicht vor allem nicht bei Kindern die schon eine Verzögernung haben.

00:21:13: denn Sprachentwicklung passiert immer in Beziehungen Und wenn ich dann nur ein Gerät habe was mir einen Wort sagt Dann ist das ohne Verknüpfung.

00:21:22: wenn ich aber mit meinem Kind einen Apfelschneide und dabei was über den Apfel erzähle, um das Kind dann diesen Apfel in den Mund nimmt und schmeckt.

00:21:29: Und so ist es ja einem ganz anderen Setting, im ganzen natürlichen Setting.

00:21:34: Kinder können viel leichter die neuen Wörter abspeichern.

00:21:37: Insofern sind solche elektronischen Geräte immer eine Lösung, die viele Eltern lieben weil man denkt ach super!

00:21:45: Dann ist das einfach... Aber leider bringt das oft wenig.

00:21:50: Und mein Gedanke war auch gerade noch, dass es vielleicht auch so wichtig ist den Mund zu sehen wenn wir sprechen.

00:21:58: Weil ja bestimmte Laute und ich denke jetzt zum Beispiel an IL, das war nämlich bei uns ein langer Thema, dass die Zuge nach hinten nach oben geht, dass das Kind das auch sieht.

00:22:10: Wie ist das wichtig?

00:22:11: Dass Kinder das auch von uns sehen wie bestimmte Dinge ausgesprochen werden?

00:22:16: Auf jeden Fall.

00:22:17: Auf jeden fall ist die Mundbewegung und das, was wir machen mit dem Gesicht machen wie wir kommunizieren ganz wichtig für Kinder.

00:22:25: Gerade für die kleinen Kinder.

00:22:27: wenn ich da immer weggucken würde dann würden Kinder viel weniger Anhaltspunkte haben, was ich eigentlich sage.

00:22:34: Kinder kommen ja auf die Welt und verstehen gar nichts.

00:22:36: sie verstehen ja gar nicht unsere Sprache und müssen sich nach und nach erarbeiten.

00:22:40: Was bedeutet denn was?

00:22:42: Und da brauchen Sie alle Hinweise, die Sie bekommen können.

00:22:44: oder isst Mimik und auch die Mundform, wie laute gebildet werden.

00:22:48: All das sind wichtige Hinweise fürs gesamte Paket des Kindes.

00:22:53: Wiebke, vielen Dank!

00:22:54: Ich habe heute wieder eine Menge gelernt.

00:22:56: Vielleicht kannst du abschließend noch einen letzten Satz den du so Eltern vielleicht mit auf den Weg geben möchtest sagen?

00:23:02: Ja

00:23:03: mein Appell ist tatsächlich weniger zu sprechen und ihm Kind mehr Zeit zu geben Denn das ist etwas, was viele Eltern machen.

00:23:12: Dass sie ihr Kind so mit Sprache überschütten weil die denken oh ich möchte mein Kind sprachlich fördern.

00:23:16: also rede rede rede rede ich.

00:23:18: Mein Tipp ist eher weniger zu sprechen und dem kind ganz viel Zeit zu geben zu antworten und zu reagieren.

00:23:25: In welchem Alter?

00:23:26: Das ist ja auch ein bisschen altes abhängig

00:23:28: In dem kleinen Alter, in dem Alter wo Kinder gerade anfangen zu reden.

00:23:32: Das ist gut dass du das noch mal einhaagst.

00:23:33: natürlich ist es bei Kindern die dann schon sprechen können ab zwei drei vier jahren Laufengespräche ganz anders als mit den Kleinkindern

00:23:42: Aber so anderthalb Dass man denen auch mal Zeit gibt.

00:23:45: und auch wenn das für uns Erwachsene Ungewohnt ist Und wir da vielleicht ein wenig ungeduldig sind weil wir die pausen Einfach nicht gewohnt sind.

00:23:53: Ja richtig

00:23:55: Wo finden wir dich denn, wenn wir noch Informationen zu dir haben möchten?

00:23:59: Ich habe einen offenkreichen Blog wo ich auch ganz viele Tipps für Eltern teile zur Sprachförderung.

00:24:04: Viele Sprachspiele für Kinder zwischen null und sieben Jahren Das ist der blog starkesprache.de Und bei Instagram bin ich auch unter starkesprache zu finden.

00:24:16: Und das Ganze verlinken wir natürlich auch noch mal in den Show-Notes und dann könnt ihr da gerne reingucken.

00:24:21: Und euch ein paar Sprachspielideen noch abholen, das finde ich nämlich ganz gut dass du da eine Seite hast woelter nochmal nachgucken können falls man vielleicht nicht ganz so kreativ ist oder Man auch selber vielleicht nicht so viel mitbekommen hat oder sich auch einfach nicht mehr erinnert weil es schon so viele Jahre her ist.

00:24:40: also vielen Dank.

00:24:44: Ja und da sind wir auch schon wieder am Ende der heutigen Folge angekommen.

00:24:48: Vielleicht nehmt ihr heute vor allem eines mit Sprachförderung, darf leicht sein!

00:24:52: Ihr müsst weder euch selbst noch euer Kind unter Druck setzen, Entwicklung braucht Zeit Vertrauen – und viele kleine positive Momente im Alltag.

00:25:03: Und wer weiß?

00:25:04: Vielleicht ist es am Ende genau das gemeinsame Lachen, dass Erzählen oder ein Lied zwischendurch das am meisten bewirkt.

00:25:12: Und wenn euch der Podcast gefallen hat, dann abonniert ihn bei Spotify, Apple-Podcast oder wo immer ihr diesen Podcast hört um keine neue Folge mehr zu verpassen.

00:25:22: Wenn ihr mögt hören wir uns am nächsten Montag wieder!

00:25:24: Bis dahin alles Liebe eurer Emmy.