Wer bin ich – außer Mama? Über den Verlust der eigenen Identität nach der Geburt
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Eltern betrifft, aber nur selten offen ausgesprochen wird: das Gefühl, sich selbst nach der Geburt eines Kindes ein Stück weit zu verlieren.
Wenn ein Kind geboren wird, verändert sich das Leben radikal. Der Alltag, die Prioritäten, Beziehungen – und oft auch das eigene Selbstbild. Während von außen häufig das Bild des vollkommenen Glücks entsteht, erleben viele innerlich etwas viel Ambivalenteres: Liebe, Überforderung, Nähe und gleichzeitig das Gefühl, nicht mehr richtig „bei sich selbst“ zu sein.
Gemeinsam mit der Psychologin Inga Erchova gehen wir der Frage nach, was in dieser Phase psychologisch passiert. Warum sich Identität in der frühen Elternschaft so stark verschieben kann, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen spielen und warum es so schwer ist, über diese leisen, widersprüchlichen Gefühle zu sprechen.